BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//BBAG e.V. - ECPv6.15.19//NONSGML v1.0//EN
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
X-WR-CALNAME:BBAG e.V.
X-ORIGINAL-URL:https://www.bbag-online.de
X-WR-CALDESC:Veranstaltungen für BBAG e.V.
REFRESH-INTERVAL;VALUE=DURATION:PT1H
X-Robots-Tag:noindex
X-PUBLISHED-TTL:PT1H
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Berlin
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20240331T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20241027T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20250330T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20251026T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20260329T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20261025T010000
END:STANDARD
END:VTIMEZONE
BEGIN:VEVENT
DTSTART;VALUE=DATE:20250127
DTEND;VALUE=DATE:20250128
DTSTAMP:20260502T003213
CREATED:20241230T180849Z
LAST-MODIFIED:20241230T180849Z
UID:2206-1737936000-1738022399@www.bbag-online.de
SUMMARY:!NieWieder - Erinnerungstag im deutschen Fußball
DESCRIPTION:Kampagnentext zum 21. Erinnerungstag im deutschen Fußball an den Spieltagen um den 27. Januar 2025 \n„dass Auschwitz nie mehr sei!“ \nVor 80 Jahren am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit. Jedes Jahr rund um diesen Tag gedenkt die Fußballfamilie an den Spiel- und Turniertagen der verfolgten\, deportierten und ermordeten Menschen im Nationalsozialismus. \nÜberlebende kämpfen gegen das Verdrängen \nIm Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau wurden mehr als eine Million\nMenschen ermordet. Der Name Auschwitz steht heute unter anderem symbolisch für den\nVölkermord an den europäischen Jüdinnen*Juden sowie an den Roma* und Sinti* im\nZweiten Weltkrieg. Nach Befreiung des Lagers durch die Rote Armee setzten sich\nÜberlebende dafür ein\, auf dem ehemaligen Gelände eine Gedenkstätte zu errichten. Ein\nUmstand\, der auf alle ehemaligen Orte von Konzentrationslagern zutrifft. Dass es heute so\nviele größere oder kleinere Gedenkstätten gibt\, war keine zwangsläufige Entwicklung nach\n1945\, sondern ein Ergebnis jahrelanger Kämpfe von Überlebenden\, ihren Angehörigen und\nzivilgesellschaftlichen Initiativen – oft und lange gegen staatliche und gesellschaftliche\nWiderstände. \nDie Anfänge im Fußball \nAuch im Fußball gab es lange Zeit Widerstände\, sich mit der nationalsozialistischen\nVergangenheit auseinanderzusetzen. Stimmen von kritischen Historiker*innen und\nJournalist*innen fanden wenig Gehör\, und Vereins- sowie Verbandsfunktionär*innen wurden\nnicht müde\, auf den „unpolitischen Sport“ zu verweisen. Ein Umdenken fand erst mit der\nJahrtausendwende statt. So gab der Deutsche Fußball-Bund 2001 eine Studie zur\nAufarbeitung der Verbandsgeschichte im Nationalsozialismus in Auftrag. Seit 2005 verleiht er\neinen Preis an Projekte\, die sich gegen Diskriminierung einsetzen. Namensträger des Preises\nist Julius Hirsch\, der mehrfach Deutscher Meister wurde und im deutschen Nationalteam\nspielte\, bevor er im März 1943 in das KZ Auschwitz deportiert und dort vermutlich direkt\nnach seiner Ankunft vergast wurde. \nHeute wird Erinnerungsarbeit im Fußball auf vielfältige Art und Weise praktiziert. Hierhin\nführte unter anderem das unermüdliche Engagement von Fans und Faninitiativen\, die immer\nwieder an die Geschichten von verfolgten Vereinsmitgliedern erinnert und so Druck auf die\neigenen Vereine ausgeübt haben. So erinnert die Ultragruppe Schickeria München seit 2009\nan den ehemaligen Vereinspräsidenten Bayern Münchens\, Kurt Landauer. Heute ist die\nBiografie weit über München hinaus bekannt und Teil der Imagepflege des Vereins. Kurt\nLandauer wurde verfolgt\, weil er Jude war\, floh kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs in\ndie Schweiz und konnte so überleben. Ob Ausstellungen über Vereine im Nationalsozialis-mus\, Gedenkstättenfahrten oder Recherche- und Bildungsprojekte – oft sind es Fans\, Fanprojekte oder aus der Fanszene kommende Vereinsmitarbeiter*innen gewesen\, die hier\nden Anstoß gegeben haben. \nInspiriert von einer italienischen Kampagne gründete sich 2004 die Initiative „!NieWieder“ und setzt sich seitdem für einen jährlichen „Erinnerungstag im deutschen Fußball“ rund um den 27. Januar ein. Das Netzwerk aus Fangruppen und -projekten\, antirassistischen Bündnissen\, Amateur- und Profivereinen\, der DFL und dem DFB sowie zahlreichen Personen und Institutionen aus der Zivilgesellschaft und der politischen Bildungsarbeit möchte die Fußballfamilie jährlich dazu anregen\, der verfolgten Mitglieder zu gedenken und alles dafür zu tun\, „dass Auschwitz nie mehr sei!“. \nLeerstellen in der Erinnerungsarbeit \nEin Gedenken rund um den 27. Januar ist bei vielen Proficlubs und etlichen Amateurvereinen\nmittlerweile fester Bestandteil eines Spieltags. Gleichzeitig bedeutet aktives\nGedenken mehr als nur das Abdrucken dieses Textes oder das symbolische und oftmals\nritualisierte Vorlesen der Namen von verfolgten Mitgliedern vor der Gedenktafel oder in der\nStadiondurchsage. Es meint vielmehr eine beständige Auseinandersetzung mit\nAntisemitismus\, Rassismus und anderen Diskriminierungsformen bis heute. Auch weil nur\nnoch sehr vereinzelt Zeitzeug*innen von ihren Erfahrungen berichten können\, liegt es an\nuns\, deren Geschichten weiterzuerzählen und ihre Wünsche sowie die ihrer Angehörigen\nanzuhören und ernst zu nehmen. \nWelche Geschichten werden gehört und welche überhört? An wen erinnern wir heute und\nan wen nicht? Es liegt an uns\, auf Leerstellen wie der Aufarbeitung von Täterschaften\nhinzuweisen\, Kontinuitäten rechter Gewalt zu benennen (z. B. im Fußball der 1980er Jahre in\nder BRD) und Gegenwartsbezüge herzustellen (z. B. mit Blick auf die hohen Wahlgewinne der\nAfD im Osten). Aufgrund der großen Strahlkraft des Fußballs ist seine gesellschaftliche\nVerantwortung enorm. Eine strukturelle Verankerung des Themas Erinnerungsarbeit in den\nVereinen und Verbänden steht allerdings vielerorts noch aus. Der Kampf für einen Fußball\, in\ndem sich alle Menschen ohne Diskriminierung wohl fühlen\, ist noch nicht beendet: Er ist viel\nmehr dringlicher denn je. Ob Fans\, Spieler*innen oder Funktionär*innen – nur wenn wir\nrassistischen und antisemitischen Denkweisen und rechter Gewalt nicht nur heute\, sondern\njeden Tag und vor allem gemeinsam etwas entgegensetzen\, können wir gewinnen. \n  \nDer vorliegende Aufruf wurde verfasst von der Initiative „!NieWieder – Erinnerungstag im deutschen Fußball“.\nDas Netzwerk aus Fangruppen\, Fanprojekten\, antirassistischen Bündnissen\, Amateur- und Profivereinen\, der\nDFL und des DFB\, sowie zahlreichen Personen und Institutionen aus der Zivilgesellschaft\, organisiert seit 2003\nden „Erinnerungstag im deutschen Fußball“ an den Spieltagen um den 27. Januar. Kernpunkte der Kampagne\nsind das mitfühlende Erinnern an das unendliche Leid\, das Millionen Menschen in der NS-Zeit erfahren mussten\,\nmit besonderen Blick auf die preisgegebenen Mitglieder der Fußballfamilie\, sowie die unbedingte Forderung\,\nalles heute zu tun\, „dass Auschwitz nie mehr sei!“ Darüber hinaus versteht sich die Kampagne als historischen\nund politischen Lern- und Aktionsort\, wo sich Menschen\, die den Fußball lieben\, generationsübergreifend\, mit\nklugen und kreativen Aktionen im Stadion und in der Zivilgesellschaft für ein demokratisches\, den Menschen-rechten verpflichtetes Gemeinwesen\, engagieren. www.niewieder.info
URL:https://www.bbag-online.de/veranstaltung/niewieder-erinnerungstag-im-deutschen-fussball/
CATEGORIES:Gedenktag
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://www.bbag-online.de/wp-content/uploads/2024/12/Beige-Weiss-Einfach-Elegant-Minimalist-Youtube-Kanal-Banner-3.jpg
END:VEVENT
END:VCALENDAR